Drucken
04
Apr

Revista Nr. 59

Editorial revista Nr. 59

„Well you roll on roads over fresh green grass.
For your lorryloads pumping petrol gas.
And you make them long, and you make them tough. But they just go on and on & it seems you can't get off. Oh, I know we've come a long way, We're changing day to day, But tell me, where do the children play.“

Cat Stevens

Ein Hauch von »Stuttgart 21« hat unsere Stadt erfasst. Dort wie hier geht es um eine bekloppte Verkehrspolitik. Für ein überflüssiges Straßenbauprojekt soll eine »Kult«-Kneipe (CZ) dem Abrissbagger ausgeliefert werden. Und die großen »Schuldenbremser « haben dafür mal eben 16,8 Millionen Euro. Dass der Klimaschutzfonds der Stadt dagegen im letzten Jahr mal gerade 35.000 Euro parat hielt, sei als Merkgröße für die Zukunftsfähigkeit der Stadt angeführt.

Wenn der Unmut jetzt von der virtuellen Welt des »Daumen hoch« noch einen Weg auf die Straße findet, steht uns vielleicht ein bunter Frühling ins Haus.

revista 59

Ein bisschen »Straße« gibt’s im Rio’s am 15. April, wenn es dort im Poetry-Slam heißt: »Buch oder Bier?« Am 23. April fallen alljährlich der Welttag des Buches und der Tag des Bieres zusammen; deshalb gilt es jetzt zu klären, ob Geist oder Geistiges die Deutungshoheit dieses Tages für sich beanspruchen darf. Wir sind noch unentschieden.

Unsere »Cohiba«-Spendenaktion brachte seit der letzten Ausgabe immerhin den Gegenwert von drei dieser Lieblingszigarren des Ex-Kanzlers aus Hannover – ein Anfang, der aber Nachfolge sucht; Kontonummer unten im Kasten. Bis denn – eure revista

Bis denn – eure revista

Ausgabe als PDF herunterladen...

Drucken
04
Apr

Occupy all the Nordwall!

16,8 Millionen Euro für ein überflüssiges Verkehrskonzept

Celler Verkehr 2014?

Was Celles Stadtplanern schlaflose Nächte bereitet, ist mir ja tatsächlich passiert: Im vergangenen Sommer holte mich im Hehlentorgebiet ein Bekannter mit dem PKW ab. Wir wollten nach Beedenbostel. Und siehe da: Der eher an großstädtische Verhältnisse Gewöhnte nahm nicht die 180°-Kehre auf dem Neumarkt, um über die Fritzenwiese in die Blumlage/Braunschweiger zu kommen. Er ließ sogar noch die 77er-Straße links liegen, um endlich beim Wederweg abzubiegen. – Nun ließ ich mir darüber keine grauen Haare wachsen, ja ich fand es nicht einmal erwähnenswert. Aber die »Herren der Ringe« halten dies für eine Zumutung. Sie meinen: Hätten wir nur die Chance gehabt, wären wir doch gleich in den Nordwall abgebogen – und hätten dadurch vielleicht zwei bis drei Minuten »gespart« und unseren Umweltfrevel um gefühlte 0,2 % geringer halten können.

Drucken
04
Apr

Klimaschutzkonzept für die Stadt Celle

Mehr als Kosmetik – mal sehen?

Klima

Nun liegt es vor, das »Integrierte Klimaschutzkonzept mit Aktionsplan« für die Stadt Celle«. Ein erster Schritt zu einem zusammenhängenden und zielorientierten Handeln ist damit immerhin getan. Bis 2050 soll Celle danach bezogen auf den Primärenergieverbrauch eine »energieautarke Stadt« werden. Bis zum Jahr 2020 soll eine Reduzierung der CO2-Belastung um 40 Prozent erreicht werden. Es bleibt die Frage, ob dies zu schaffen ist mit den Maßnahmen, die sich im wesentlichen im Rahmen von Konzepten der »schwachen Nachhaltigkeit « bewegen. Jetzt ist »die Politik« gefragt, vor allem aber sind starke Impulse aus der Gesellschaft erforderlich, um wenigstens den vorgelegten Aktionsplan umsetzen zu können. Denn Klimaschutz steht auf der Prioritätenliste längst noch nicht auf Platz 1. Wir wollen im Folgenden die wesentlichen Bestandteile des Konzepts vorstellen und uns an eine Kritik wagen.

Drucken
04
Apr

abgeordnetenwatch.de ab Mai für Celle

abgeordnetenwatch in CelleBürger fragen –
Politiker antworten?

Spätestens im Mai dürfte es soweit sein: Über die Internetplattform abgeordnetenwatch.de können dann öffentlich Fragen an Celles Ratsmitglieder gestellt werden – verbunden mit der Hoffnung, auch Antworten zu bekommen. Das wird im Rat nicht nur auf Wohlgefallen stoßen, weil neben mehr »Bürgernähe« und Transparenz so auch eingefordert werden wird, dass Positionierungen und Entscheidungen nachvollziehbar begründet werden. Und letzteres dürfte bei manchen kommunalpolitischen Themen (Beispiel: Nordwall) nicht so einfach sein.