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24
Jan

Revista Nr. 58

Editorial

„Unter dem Pflaster, ja da liegt der Strand, komm reiß auch du ein paar Steine aus dem Sand.“

Angi Domdey

Das erste Mal seit längerem war unsere kleine Redaktion sich in der Beurteilung unserer kleinen Welt uneins. Worum ging’s? Um das Stadtentwicklungsprojekt Allerinsel. Der Artikel auf den Seiten 3-4 war einer gefühlten Mehrheit trotz seiner skeptischen Anteile zu sehr »Green New Deal«. Sollen wir uns wirklich ernsthaft damit beschäftigen, dass begüterteren Schichten ein innenstadtnahes Wohnen an der Aller ermöglicht wird? Müssen wir nicht diese »Privatisierung öffentlichen Raums« kritisieren? Gibt’s keine besseren Ideen für dieses schöne Stück Stadt, als Wohnungen darauf zu errichten, an denen es in Celle nicht gerade einen Mangel gibt? Muss nicht auch im Gegenteil bei der Versiegelung eine Umkehr her?

revista 57

Ihr merkt: Wir nehmen »Peak everything« und die Postwachstumsdiskussion, mit der wir euch seit einigen Ausgaben füttern, ernst. Allerdings wollten wir euch letztlich den Gegenstand unseres Streits nicht vorenthalten. Und wir verbinden dies mit der Aufforderung, uns zu schreiben, was ihr eigentlich davon haltet, wie mit diesen 22 ha Allerinsel umgegangen werden soll?

Bedanken müssen wir uns bei den Besucher_innen der Benefiz-Party im Dezember & besonders bei Stereopaul und dem Bunten Haus. Nicht nur die Spendendose auf dem Tresen, sondern auch einige Kontobewegungen zeigen: Wir wollten Scheine sehen, ihr habt uns Scheine gegeben – dafür an alle hier ungenannten, aber uns bekannten Spender_ innen ein großgeschriebenes THX.

Bis denn – eure revista

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24
Jan

Mitte-Rechts-Bündnis torpediert Allerinsel-Entwicklung

AllerinselBleibt nur noch Stückwerk?

In seiner »Neujahrsbotschaft« beklagte OB Mende noch, dass die Kommunalwahl „keine verlässlichen Mehrheiten“ gebracht hätten. Wenn er sich da mal nicht täuscht. CDU, FDP, Unabhängige und WG hatten sich nicht nur zur Wahl der ehrenamtlichen Bürgermeister verbündet, zum Jahreswechsel brachten die Fraktionen gemeinsam einen Antrag ein, der ein zentrales Stadtentwicklungsprojekt torpediert. Der geplante Umbau der Allerinsel soll nur in Teilen realisiert werden:

„Das Zukunftsvorhaben »Allerinsel« soll im Bereich des 1. Bauabschnitts südlich Hafenstraße (incl. Haus der Vereine) zügig realisiert werden. Über den Fortgang der weiteren Planung für die Bauabschnitte 2 und 3 des Rahmenplans wird entsprechend den strukturellen und finanziellen Entwicklungen der Stadt gesondert zu entscheiden sein. Dies insbesondere mit dem Ziel, die Errichtung attraktiven Wohnraums in der Altstadt nicht zu gefährden.“

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24
Jan

Neues rund um Wietze

Transporte aus Dänemark & Gefahr durch MRSA-Keime

Bauernhöfe statt AgrarindustrieDie Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) bezweifelt die Angaben des niedersächsischen Wirtschaftsministers Jörg Bode, wonach der Geflügelkonzern Rothkötter für seinen Mega-Schlachthof in Wietze (bei Celle) lediglich zu einem Prozent auf Masthühner- Lieferungen aus Dänemark zurückgreift. Informationen von Brancheninsidern zufolge habe Rothkötter für seinen unausgelasteten Schlachthof etwa 40 dänische Mäster beim dortigen Geflügelkonzern Rose Poultry abgeworben. Sollten diese Angaben zutreffen, wären dies – bezogen auf den Schlachthofbedarf in der ersten Ausbaustufe – etwa 40 Prozent der Tiere. Nach Einschätzung der AbL kommen viele Tiere für Rothkötters Schlachthof in Wietze ohnehin aus Regionen außerhalb eines Umkreises von 100 – 150 Kilometern, der nach Ansicht von Experten noch rentabel hinsichtlich der Transportkosten sei. Rothkötter habe mangels Interesse der allermeisten Landwirte schließlich seine Werbeanstrengungen auf Schleswig-Holstein und auch auf Dänemark ausdehnen müssen.

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24
Jan

Auch gegen Alltagsrassismus

500 Menschen demonstrieren in Eschede

Demo in Eschede 17.11.2011Seit im Winter 2001 das Celler Forum gegen Gewalt und Rechtsextremismus eine spontane Minikundgebung an der Zufahrtsstraße zu Hof Nahtz durchführte, haben sich die Demonstrationen gegen die Nazitreffen in Eschede zu einer Tradition entwickelt und so war die Demo am 17. Dezember 2011 von langer Hand geplant und dieses mal gemeinsam vom DGB/Celler Forum und dem Escheder Arbeitskreis für Demokratie und Menschenrechte angemeldet.

Um Aufmerksamkeit auf dieses Thema zu lenken, wurden dreimal halbseitige Anzeigen in der CZ und im Celler Markt geschaltet; immerhin haben über 90 Personen und Gruppen diesen Aufruf unterstützt und die Finanzierung der Anzeigen ermöglicht.