Dr. Christina Kaindl, Dipl. Psychologin und Politikwissenschaftlerin
Die neoliberalen Predigten von Selbstverantwortung und Leistungsbereitschaft habe zu einem veränderten (Arbeits-) Alltag geführt. Man spricht von einer Entgrenzung der Arbeit. Die Subjekte sollen funktional gemacht werden, mit ein bisschen Coaching, Therapie und Rausch. Das Ergebnis ist die Erschöpfung und schließlich die Depression, die heute die weit verbreiteste psychische Erkrankung ist. Begleitet wird dies durch TV-Reality-Shows, die eine permanente Selbstoptimierung einfordern. Die Dozentin wird sich vor diesem Hintergrund mit den Fragen auseinandersetzen, was „normal" und was Norm ist, was als Zwang und was als „zeitgenössisch" zu gelten hat.
In Zusammenarbeit mit der Rosa Luxemburg Stiftung Niedersachsen